Donnerstag, 21. März 2013

Hilary Duff oder: Eine mittelmäßige Autorin

Heute gibt's von mir mal wieder eine Buchrezension, die von vielen bereits erwartet wird. Ich habe das Buch an Weihnachten geschenkt bekommen und bin seitdem öfters gefragt worden, ob ich es denn bereits gelesen hätte.
Nun endlich bin ich dazu gekommen und stelle euch heute das Buch Elixir von Hilary Duff vor.
Hierzu noch ein kleiner Hinweis: Ich spoiler nur in gekennzeichneten Absätzen, also können alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, die Rezi trotzdem lesen. ;-)

Elixir - Hilary Duff

Story
Clea Raymond ist die Tochter einer berühmten Politikerin und eines Chirurgen, der jedoch vor einem Jahr unter mysteriösen Umständen spurlos verschwunden ist. Clea kann dessen Verschwinden nach all den Monaten jedoch noch immer nicht zu den Akten legen und will das Rätsel endlich lösen. Doch plötzlich erscheint ein geheimnisvoller Mann immer wieder auf ihren Fotos, was sie sich einfach nicht erklären kann.
Deshalb reist sie mit ihrem besten Freund Ben nach Rio de Janeiro, wo sich nicht nur das Rätsel um ihren Vater, sondern auch um das des geheimnisvollen Mannes lösen soll.

Charakter
Ich kenne Hilary Duff lediglich aus Cinderella Story und Gossip Girl, weshalb ich auch nicht viel über ihre Person selbst weiß. Jedoch hat mich Clea trotzdem sehr an sie erinnert.
Das liegt wohl daran, dass jedes Buch und auch mindestens ein Charakter, den der Autor selbst "erschaffen" hat, immer eine Note von dem Autoren enthält.
Daher kann ich mir vorstellen, dass Hilary Clea sehr ähnlich ist, was nicht nur daran liegt, dass sie selbst dem Trubel um ihre Person ausgeliefert ist und sich deshalb bestens mit Paparazzis auskennt, sondern auch daran, dass sie selbst vielleicht gerne fotografiert und tanzt, wie sie Cleas Vorlieben hier beschrieben hat.
Dann gab es da noch Ben, Cleas besten Freund und Aufpasser, und Sage, der geheimnisvolle Mann auf den Fotos. Beide waren sich am Anfang so ähnlich, dass sie glatt die selbe Person hätten sein können. Im Laufe der Geschichte ändert sich das für ein paar Kapitel, aber zum Schluss schwenkt es wieder um.
Dazu aber jetzt noch mehr...

Fazit
Für jedes Buch und jeden Film mache ich mir immer extra Notizen, damit ich beim Schreiben auch ja nichts vergesse. Diesmal habe ich es mal ausprobiert, das Buch in Positiv und Negativ aufzuteilen, wobei leider ganz wenig positives und gaaanz viel negatives bei rauskam.
Leider hat sich das positive nach und nach auch in das Negative verwandelt, was sehr schade ist, da die Idee des Buches eigentlich sehr spannend ist. Gerade die Idee mit dem mysteriösen Mann, der plötzlich auf ihren Fotos erscheint, war sehr packend und hat das Buch erst voran getrieben, weil es erst ab Seite 100 interessant wurde.
Hier wären wir auch beim Schreibstil angelangt, wozu ich erst einmal sagen muss, dass die Übersetzung echt schlecht war! Teilweise waren nicht nur Schreibfehler in dem Buch enthalten, sondern auch Wörter, die einfach nicht zum restlichen Schreibstil passen wollten.
Was mich außerdem sehr gestört hat, aber nicht an der Übersetzung lag, ist, das Hilary Duff überhaupt keine Mimiken beschrieben hat. So etwas ist mir noch nie bei einem Buch aufgefallen und hier hat man erst gemerkt, wie schlimm es ist, wenn so etwas fehlt. Man kann sich gar nicht richtig in die Personen hinein versetzen, weil Dialoge einfach so herunter geschrieben werden, ohne dass hierbei Gefühle herüber gebracht werden, die gerade bei diesen Stellen, so wichtig sind.
Daher hatte ich manchmal auch eher das Gefühl, dass dieses Buch lieber hätte ein DREHbuch sein sollen, als ein richtiges Buch.
Was mich an der Geschichte gestört hat, war, dass die Liebesgeschichte völlig abrupt und übertrieben war. Klar ist Elixir eher ein Jugendroman, doch das glich eher einem Buch aus der Freche Mädchen, freche Bücher-Reihe.

SPOILER
Erst meint Clea, dass sie Ben liebt, ihren langjährigen Freund. Plötzlich kommt jedoch Sage um die Ecke und sie liebt ihn, abgöttisch. Sie kann es Ben jedoch nicht sagen, weshalb sie EINE Nacht ohne Sage verbringen muss, und das "überhaupt nicht aushält." Das war völlig übertrieben, da sie sich die Tage davor kaum angesehen haben.
Welcher Name mich ebenfalls gestört hat, war der des Clans, die Sage gejagt haben: "Verfluchte Vergeltung". Das klang dann auch eher lächerlich, was aber wahrscheinlich auch an der Übersetzung lag, als an der Autorin. 
SPOILER ENDE!

Und zu guter letzt war das Ende auch nicht das, was ich mir gerne gewünscht hätte.

Einige Erwartungen hatte ich schon an Hilary Duffs Buch, obwohl sie mit dem Schreiben ja eigentlich gar nicht vertraut ist, weshalb ich schon etwas enttäuscht über das Endprodukt war.
Man hat wegen des mittelmäßigen Schreibstils das Gefühl, dass das Buch nur verlegt wurde, weil sie bereits berühmt ist, und nicht weil das Skript gut war.
Für einen zweiten Teil war - wie ich finde - der erste Teil nicht gut genug, wobei ich bei Amazon gesehen habe, dass es sogar noch zwei weitere Teile gibt, die jedoch bisher nur auf Englisch erschienen sind. Hier würde ich vielleicht sogar die englische Ausgabe bevorzugen, damit man sich die grausige deutsche Übersetzung nicht antun muss.
Ich weiß jedoch nicht, ob ich mir wirklich die Fortsetzungen "zumuten" werde, wobei ich ja immer hoffe, dass sich solche Autoren wie Hilary Duff - die lediglich Mittelmaß sind und trotzdem wegen ihres Geldes und Ruhms publizieren können - noch bessern können.
Elixir - Hilary Duffs eher schlechtes Debüt - bekommt von mir lediglich eine 4+.

5 Kommentare:

  1. Ich wollte mir das Buch auch noch durch lesen und jetzt weiß ich nicht so recht wie ob ich es noch lesen soll :D :D
    Trotzdem tolle rezi :)

    lg <3

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    1. Danke für dein Kommi :-)
      Ja so ging es mir auch. Ich bin echt enttäuscht von dem Buch :-(

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  2. Danke mir bist du enttäuscht T_T
    Ich glaube, ich sollte dir lieber keine Bücher mehr empfehlen. xD
    Nee .. aber ich habe es ja auch in der Originalsprache gelesen, deshalb kann ich jetzt zur Übersetzung nicht viel sagen. Die Idee fand ich an sich sehr gut und das war auch das, was mich an dem Buch zugesagt hat. Bisher hatte ich so etwas in der Art einfach noch nie gelesen (außer in einem Manga^^) und deshalb hat wohl auch die Begeisterung überwogen. Ich muss dir aber recht geben, dass der Charakter Hilary Duff sehr ähnlich war. Ich kenne sie jetzt zwar auch nur aus Serien, aber alleine schon weil Clea auch in der Öffentlichkeit stand. Aus dem Grund und weil ich die Liebe zwischen ihr und Sage auch nicht so ganz nachvollziehen konnte, hat das Buch von mir einen Punktabzug bekommen. Ich finde es aber gut, dass du dir während des Lesens Notizen gemacht hast. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren, um ein Buch hinterher besser bewerten zu können.
    Ich habe nämlich immer noch das Gefühl, dass ich zu lieb bewerte. xD

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    1. Danke für dein Kommi :-)
      Das klingt jetzt total bescheuert, aber...du hast mir das Buch echt empfohlen? :-D
      Ich wollte Elixir nämlich schon länger lesen, habe nur nie die Zeit und Lust gehabt, es mir selber zu kaufen.
      Hast du das Buch auf deinem aktuellen Blog vorgestellt oder auf deinen älteren? Das weiß ich nämlich gar nicht mehr *knallrot werd*
      Nö, ich finde deine Bewertungen immer gut. Du redest nicht drum herum und sagst genau das, was du denkst. Das finde ich immer klasse :-)

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    2. Ohh .. ich dachte jetzt echt du hättest es mal bei mir gesehen, weil ich es ja auch mal vor ein paar Monaten gelesen habe. Aber stimmt, zu dem Buch habe ich gar keine Rezi gemacht. xD Dann war es ja zum Glück doch keine Empfehlung von mir *puuh* :P
      Ich werde meine Rezensionen auch auf jeden Fall so lassen, nur bei den Bewertungen bin ich mir nie sicher, deswegen schreibe ich auch immer zusätzlich (4,5) oder so dabei.

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