Samstag, 7. Juni 2014

Auch das schlechteste Buch hat seine gute Seite: die letzte!

Ungefähr so, wie es John Osborne beschrieb, 
von dem ich noch nie gehört habe :-D,
ging es mir in den vergangenen Monaten.

Ich habe mind. fünf Bücher gelesen
von denen ich mehr als enttäuscht war.
Um welche es sich handelt,
und welches Buch mich wieder dem 
Lesen vertraut machte,
erfahrt ihr jetzt. ;-)

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Beginnen wir mit einem Buch, 
dass ich seit Jahren lesen wollte,
und nun unglaublich enttäuscht von war.



Worum geht es?


Eine Studentin bekommt per Post 
rätselhafte Botschaften zugeschickt,
die auf Menschenhaut geschrieben. 
Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christoph Jahn: 
In dessen Roman schneidet ein Serienkiller
jungen Frauen die Haut vom Körper, 
um darauf den Anfang seines Romans, 
der von allen Verlagen abgelehnt worden ist, 
auf grausige Weise neu zu schreiben. 
So erhofft er sich die Aufmerksamkeit für sein Werk, 
die es seiner Meinung nach verdient hat. 
Doch Jahn schiebt die Schuld auf einen geisteskranken Fan, 
der bereits vor Jahren Verbrechen 
aus seinen Romanen nachgestellt haben soll, aber nie gefasst wurde. 
Die grausige Geschichte scheint sich zu wiederholen 

Fazit


Um es kurz zu machen:
Dieses Buch ist total langweilig. 

Arno Strobel, der von allen hoch gelobt wird,
hat einen eher durchschnittlichen Schreibstil
und schafft es zwar dennoch,
in gewisser Weise, 
Spannung aufzubauen, 
jedoch wird die Geschichte nach und nach
so unrealistisch,
dass man überhaupt keine Lust mehr hat,
weiterzulesen.

Das Ende bietet dann doch eine kleine Überraschung,
weil man niemals darauf kommen würde, 
wer der Mörder wirklich ist,
aber das interessiert einen selbst dann nicht mehr,
weil man schon von den vorherigen Seiten komplett gelangweilt ist.

Ein weiteres Buch von Arno Strobel
werde ich dann wohl eher nicht in die Hand nehmen. :-(

Das Skript ist ein eher durchschnittliches Buch, 
dass man sich gerne auch ersparen kann,
und erhält daher von mir lediglich eine 3 mit einem laaangen -.
 
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Und noch ein Autor, der mich sehr enttäuscht hat...


Worum geht es?


In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. 
Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge 
sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. 
Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - 
doch eines Tages, Jahre später, 
verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen 
aus der gemeinsamen Wohnung. 
Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? 
Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, 
befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn 
– und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, 
macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: 
Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit…

 Fazit


Sooo lange schon hatte ich mir vorgenommen,
mal ein Buch von Sebastian Fitzek zu lesen,
da alle so unglaublich begeistert von ihm zu sein schienen.

Als mir mein Freund dann auch noch dieses Buch in die Hand drückte,
konnte ich nicht länger wiederstehen.

Tja, dieser Fehler wird mir dann wohl nicht noch einmal passieren...

Denn während der Anfang noch ganz interessant klingt,
ich dort jedoch bereits merke,
dass ich seinen Schreibstil nicht allzu viel abgewinnen kann,
 verblasst die Vorfreude von Seite zu Seite.

Es wird unglaublich langweilig und selbst die Figur Leon
fängt einen irgendwann an zu nerven.

Letztendlich habe ich es dann nach etwa der Hälfte
- jaaa, so viel habe ich dann doch noch geschafft! -
weggelegt und mir den Rest von meinem Freund erzählen lassen.

Die Idee an sich fand ich großartig,
die Umsetzung war aber leider dann doch zu ermüdend.

Daher erhält Der Nachtwandler von mir eine leider noch 
schlechtere Note als das Skript, nämlich eine traurige 4.


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Und zum letzten Buch, dass mir das letzte Fünkchen
Leselust raubte...


Worum geht es?


Kendira beherrscht die Regeln. 
Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, 
in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. 
In völliger Abgeschiedenheit und umgeben 
von undurchdringlichen Schutzanlagen, 
leben die so genannten Electoren nach einem 
vorgegebenen Tagesrhythmus: 
Morgenappell, Unterricht, 
hochkonzentrierte computeranimierte Trainings. 
Kendira glaubt zu wissen, warum. 
Sie trainiert für einen höheren Zweck 
– doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. 
Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. 
Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, 
doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. 
Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch 
– und bringen beide in größte Gefahr. 
Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.

Fazit


Unfassbar! Wie können drei Bücher, 
die ich die ganze Zeit schonmal lesen wollte,
so unglaublich schlecht sein?

Meine Mutter hat mir so von Liberty 9 vorgeschwärmt,
weshalb ich so glücklich war,
endlich mal wieder ein spannendes Buch lesen zu können,
und dann: Puff!

Denn Liberty 9 ist zwar genau mein Thema,
- wie könnte die Welt bald aussehen? -
beginnt aber bereits so fanatisch,
dass ich es nach wenigen Seiten direkt weggelegt habe.

Das Schlimme ist ja leider auch,
dass wenn man ständig schlechte Bücher hintereinander wegliest,
man immer kritischer wird und irgendwann auch keine Lust mehr hat,
überhaupt noch etwas zu lesen.

Dennoch denke ich nicht,
dass ich das Buch deswegen schlecht fand.
Ich fand bereits eine der ersten Szenen,
in den sie schwören,
Liberty 9 immer zu dienen,
dann doch etwas zu übertrieben.

Liberty 9 erhält von mir eine wunderschöne, verdammte 5.

 
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So...und jetzt?
Es hat wirklich etwas gedauert,
bis ich wieder Lust hatte,
etwas Neues anzufangen.
Währenddessen habe ich dann lieber an meiner Geschichte weitergeschrieben,
bei der ich solche Fehler gleich vermeiden konnte. ;-)
Ob ich damit Strobel, Fitzek und Schröder mit begeistern könnte,
wage ich jedoch noch schwer zu bezweifeln. ;-D
 
Dann, um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, ;-) 
entdeckte ich jedoch ein Buch
- welch ein Wunder -
welches ich auch schon seit Ewigkeiten lesen wollte.
Dass sich dann auch noch eine Leseprobe auf meinem Tolino befand,
die mich sogar richtig begeisterte,
war einfach perfekt.

Und so geht es jetzt um...

Das Buch, dass meine Leselust wiedererweckte



Worum geht es?



Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, 
findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. 
Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, 
drückt auf »Play« 
– und hört die Stimme von Hannah Baker. 
Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. 
Hannah, für die er heimlich schwärmte. 
Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. 
Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, 
und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 
Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, 
dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. 
Clay ist einer davon...

Fazit


Tote Mädchen lügen nicht 
ist einer der ersten Sätze,
die Hannah auf ihrer ersten Kassette spricht.

Gerade das fand ich von Jay Asher,
der einen tollen Schreibstil hat 
(es gibt doch noch gute Autoren! JUHU!!!),
richtig klasse:
Er hat nicht lange drum rum geschrieben,
sondern ist direkt zur Sache gekommen.

Dieses Buch ist unglaublich traurig und verdammt hart,
da man genau weiß,
dass Hannah nicht zurückkehren wird.

Dadurch geht einem die Geschichte auch sehr nah,
weshalb die Spannung nie abbaut,
und man darauf wartet,
warum Clay auch auf den Kassetten auftaucht.

Zum Schluss hätte ich mir zwar gewünscht,
dass man mehr von den Gefühlen der Zuhörer mitbekommt,
aber das hätte das Buch wohl dann doch eher gesprengt,
weshalb das Ende sehr passend ist.

Schade, dass der Autor bisher nur ein weiteres Buch geschrieben hat,
aber so ist es ja leider oft:
Die, die keinen Erfolg verdienen,
schaffen es,
und die, die tatsächlich Talent haben,
bleiben im Schatten.

Tote Mädchen lügen nicht ist voller Emotionen und widerspiegelt
den heutigen Schulalltag leider sehr realistisch.
 Daher bekommt das Buch von mir eine sehr gute 2+. ;-)



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So, das war's dann auch wieder mal von mir.
Ich hoffe, dass ich euch mit eurer Buchauswahl weiterhelfen konnte,
bezweifel es jedoch,
da ich mal wieder davon ausgehe,
dass ich das schwarze Schaf bin und alle Bücher schlecht finde,
die ihr über alles liebt. :-D

Trotzdem wünsche ich euch ein wunderschönes, sonniges Wochenende!

 

2 Kommentare:

  1. Kalimära, Dene.
    Die eigene Meinung über Bücher zu finden & zu äüßern - kein Grund für Schwarzschafigkeit. Ist ein solider Charakterzug, die eigene Meinung!
    Entlastet das Standbein sozusagen.
    Genug Metaphorik, ein Zitat kommt besser...

    "Bücher und Menschen gleichen sich. Ein erster Eindruck (vorn wie hinten), gefolgt von flüchtigem durchblättern. Dem Prolog folgt die Offenbarung einführender Kapitel, die dem Erkennen eine Farbe leihen. Hier spätestens gabelt sich der weitere Weg in pro oder contra. Mögen, Ablehnen.
    Einzig nur, der Mensch hält noch das eine bis andere unbeschriebene Blatt bereit. Nicht zu vergessen: Menschen laßen sich ungern in ein Regal stellen."
    (Gaelle Mutin-Mutisme)

    bonté

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    1. Hey bonté, :-)

      danke für dein Kommi :-) Freue mich immer wieder darüber :-) :-) :-)

      Das Zitat, das perfekt zur Situation passt, hätte nicht besser ausgewählt sein können ;-)

      LG Denise

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Schreibt mir Kommis und ich bin happy :-)